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Unsere härteste Probe

Assiato Sumani, Mangobäuerin. Wann wird sie wieder ein Einkommen haben?

Seit sieben Jahren investieren wir in unser Projekt, leisten Aufbauarbeit, überwinden Hindernisse, lösen Probleme und stecken Rückschläge weg. Dabei haben wir nie den Glauben verloren, dass Nyanja zum Erfolg werden und einen wichtigen Unterschied machen kann. 2020 sollte endlich das Jahr werden, in dem sich alles auszahlt. Wir waren bereit.  

Dann kam der Corona-Ausbruch. Wir brauchten zuerst einige Tage, um überhaupt zu realisieren, was das für uns bedeutete. Plötzlich aber kamen die Einsichten schlagartig: wir können nicht mehr nach Mosambik reisen. Das heisst, wir können nicht mehr produzieren. In der Schweiz werden reihenweise Märkte, Messen und Festivals abgesagt. Unser wichtigster Verkaufszweig bricht weg. Was wird aus Nyanja werden?

Abgesagt: Andrang an unserem Märitstand

Afropfingsten, Bio Marché, LUGA, Streetfoodfestival und dutzende andere – unser ganzes Jahresprogramm war dahin. Dabei hatten wir voll auf diese Events gesetzt: 2019 rekrutierten wir ein Verkaufsteam, investierten in Marktausrüstung und sammelten geduldig Erfahrung. Zwölf top-motivierte Trainees waren bereit, sich im Verkauf einzusetzen und im Herbst in Mosambik die Mangoproduktion zu unterstützen. Und nun dieser Scherbenhaufen.

Im Sommer kam der Moment, die Produktionssaison im November vorzubereiten. Material musste beschafft, Reisepläne gemacht und die Fabrik auf Vordermann gebracht werden. Aber es gab keine Flüge nach Mosambik, und die Botschaft erteilte keine Visa mehr. Die Gesundheitssituation vor Ort war unmöglich einzuschätzen. Es blieb uns nichts anderes übrig, als die Produktionssaison abzusagen. 

Labiana verdient dieses Jahr wohl nichts von ihren Mangos

Die Absage trifft unsere Produzentinnen hart. Mehr als je sind sie auf ein Einkommen angewiesen. Aber dieses Jahr wird den meisten niemand ihre Mangos abkaufen. Unser Team organisierte Treffen in den sieben Dorfgemeinschaften, um die Botschaft zu verkünden. Es stiess auf Verständnis und Akzeptanz – ein Zeichen des Vertrauens, das wir über die Jahre mit den Bauern aufbauen konnten. 

Unsere Firma schaltete in den Überlebensmodus. Wir versuchten, wo immer möglich Kosten einzusparen und alternative Verkaufskanäle zu mobilisieren. Bis vor kurzem hofften wir auf die Weihnachtsmärkte, aber in den letzten Wochen wurden auch diese grösstenteils abgesagt. 

Abfall statt Einkommensquelle: Mangos können nicht verwertet werden

Es ist schmerzhaft zu denken, was auf dem Spiel steht: nicht nur die Arbeit und Investitionen, die wir ins Projekt gesteckt haben, sondern die Zukunft, die wir herbeiführen wollen. Wir wollen am Niassa-See langfristig Chancen schaffen für Menschen, die sonst kaum welche haben. Wir wollen hunderten von Familien ermöglichen, mittels einem gesicherten jährlichen Einkommen nachhaltig ihre Lebenssituation zu verbessern. Ausser uns engagiert sich niemand in dieser Gegend. 

Noch geben wir uns nicht geschlagen. Als Kleinunternehmen sind wir flexibel und zäh. In den letzten sieben Jahren haben wir schon viele Hindernisse überwunden. Im 2021 wird sich zeigen, ob wir auch unsere härteste Probe bestehen können. 

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